Diagnose

UNTERSUCHUNGEN

Bei Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs werden zur Klärung verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Dabei wird festgestellt, ob es sich um eine gut- oder bösartige Veränderung handelt, welche Tumorart vorliegt (Histologie Wissenschaft und Lehre vom Feinbau biologischer Gewebe des Körpers.), wo der Tumor Geschwulst. Neubildung von körpereigenem Gewebe durch vermehrtes Zellwachstum, Tumore können gut- oder bösartig sein. Bösartige Tumore wachsen verdrängend in anderes Gewebe hinein, einzelne Zellen können sich aus dem Tumor lösen und über die Blutbahn oder die Lymphe in anderen Organen ansiedeln (Metastasen bilden). liegt und wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist (Stadieneinteilung (Staging) Beschreibung der Größe eines Tumors und seiner Ausbreitung in andere Organe und Lymphknoten, wobei insbesondere die Größe des Primärtumors (T), die Zahl der befallenen Lymphknoten (N) und die Metastasen (M) formelhaft berücksichtigt werden (TNM-Klassifikation).). Welche der in Folge genannten Untersuchungen genau durchgeführt werden müssen, entscheidet der behandelnde Arzt im Einzelfall. Erst nach Vorliegen aller notwendigen Untersuchungsergebnisse kann der Arzt gemeinsam mit dem Patienten entscheiden, welche Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommen.

  • Anamnese Ergebnis der ärztlichen Erstuntersuchung. Dabei erfragt die Ärztin oder der Arzt unter anderem Beschwerden, frühere oder aktuelle Erkrankungen und Lebensgewohnheiten. und körperliche Untersuchung: Zu Beginn des Diagnoseverfahrens wird sich der Arzt im Gespräch ein Bild über Ihre Krankengeschichte verschaffen und Sie zu aktuellen Beschwerden, früheren Erkrankungen und möglichen Risikofaktoren befragen. Im Anschluss wird eine gründliche körperliche Untersuchung durchgeführt.
  • Bildgebende Diagnostik: Zu den bildgebenden (radiologischen) Diagnoseverfahren zählen: o die Ultraschalluntersuchung Ein bildgebendes Verfahren, bei dem Ultraschallwellen durch die Haut oder Schleimhaut in den Körper eingestrahlt und von Gewebs- und Organgrenzen zurückgeworfen werden. Die zurückgeworfenen Wellen werden von einem Empfänger aufgenommen und über einen Computer in Bilder umgewandelt. Eine Strahlenbelastung tritt nicht auf., o die Computertomographie (CT) Bei der Computertomographie wird der Körper schichtweise geröntgt. Die Aufnahmen werden durch einen Computer gesteuert und errechnet. Anschließend können die Schichtbilder so zusammengesetzt werden, dass sich ein dreidimensionales Bild des Körpers erstellen lässt., o die Magnetresonanztomographie (MRT) Die Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das zur Diagnostik eingesetzt wird. Von außen können, ähnlich wie bei der Computertomographie (CT), Struktur und Funktion der inneren Gewebe und Organe dar- gestellt werden. Allerdings beruht dieses Verfahren, anders als Röntgen oder Computertomographie, nicht auf Radioaktivität, sondern auf starken elektromagnetischen Feldern. Die Patientin oder der Patient wird dazu in eine „Röhre“ geschoben. Die MRT ist nicht schmerzhaft, aber laut., o die Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie und o die Endosonographie Untersuchungsmethode, bei der ein kleines Ultraschallgerät am Endoskop angebracht ist, das eine Ultraschalluntersuchung umliegender Organen ermöglicht. (endoskopische Ultraschalluntersuchung), welche von spezialisierten Internisten (Gastroenterologen) durchgeführt wird. Ultraschalluntersuchung (US): Meist ist die erste bildgebende Untersuchung bei Patienten mit unspezifischen Oberbauchbeschwerden, Gewichtsverlust oder Anzeichen einer Gelbsucht die Ultraschalluntersuchung, die schmerzfrei ist und keine Strahlenbelastung bedeutet. Obwohl die Patienten für diese Untersuchung nüchtern sein müssen (keine Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme am Morgen vor der Untersuchung), um die Bauchspeicheldrüse, die hinter dem Magen gelegen ist, mittels Ultraschall gut beurteilen zu können, ist es häufig so, dass nicht die gesamte Bauchspeicheldrüse dargestellt werden kann. Aus diesem Grund ist bei nicht eindeutigem Ultraschall-Befund oder weiterhin bestehenden nicht zu erklärenden Beschwerden eine Computertomographie angezeigt. Computertomographie (CT): Die Kontrastmittel-verstärkte Computertomographie ist die Methode der Wahl, um rasch und zuverlässig das Vorhandensein eines Tumors in der Bauchspeicheldrüse nachweisen oder ausschließen und auch eine mögliche Ausbreitung des Tumors auf andere Organe darstellen zu können. Bei der Computertomographie handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren mittels Röntgenstrahlen, das den Bauchraum in Schichten abbildet. Zur Verbesserung der Abgrenzbarkeit von Tumoren wird in eine Armvene ein Jod-hältiges Kontrastmittel verabreicht. Deshalb müssen vor der Untersuchung bestimmte Blutwerte, die die Nierenfunktion anzeigen (Kreatinin Das als Energiereserve im Muskel gespeicherte Kreatin wird über Stoffwechselvorgänge in Kreatinin umgewandelt und über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Kreatinin ist ein wichtiger Labormesswert für die Nierenfunktion., eGFR) bestimmt werden und das Vorliegen einer Schilddrüsenüberfunktion ausgeschlossen sein. Bei einer Computertomographie wird der Patient auf einer Untersuchungsliege durch den auf beiden Seiten offenen CT-Scanner geschoben, die Dauer der Untersuchung beträgt nicht mehr als 2-3 Minuten. Die dabei gewonnenen Schichtbilder (zwischen 500 und 1000) erlauben es, allfällige Tumore und ihre Ausbreitung für den Chirurgen dreidimensional darzustellen. Die CT ist nicht nur die meist verwendete Methode zum Nachweis eines Pankreaskarzinoms, sondern auch die Methode der Wahl zum Staging (Beurteilung, ob ein Tumor operabel oder nicht operabel ist) und auch zur Nachkontrolle nach einer Operation. Allerdings können kleine Pankreaskarzinome (bis 2 cm) in der Computertomographie ähnliches Aussehen wie das umgebende Drüsengewebe aufweisen und daher nicht optimal abgrenzbar sein. In diesen Fällen ist eine Magnetresonanztomographie als weiterführende Untersuchung angezeigt. Magnetresonanztomographie (MRT): Bei der MRT werden im Gegensatz zur Computertomographie (CT) keine Röntgenstrahlen, sondern ein starkes Magnetfeld und hochfrequente elektromagnetische Wellen zur Erzeugung von Schnittbildern des Pankreas genutzt. Die Rolle der MRT ist es, bei einem unklaren CT-Befund ein kleines Karzinom Das Karzinom ist ein vom Deckgewebe (Epithel) ausgehender Tumor und gehört zu den bösartigen Krebsarten. Das bedeutet: Krebszellen können über die Blut- oder Lymphbahnen in andere Gewebe streuen und dort Absiedelungen (Metastasen) bilden. nachweisen oder ausschließen zu können. Manchmal kommt die MRT auch zum Einsatz, um kleinste Lebermetastasen nachzuweisen. Die MRT dauert im Gegensatz zur CT ca. 30 Minuten. Da die MRT als Grundprinzip ein starkes Magnetfeld erzeugt, ist es unbedingt notwendig, vor Beginn der Untersuchung abzuklären, ob der Patient Implantate trägt, die durch die MRT-Untersuchung Schaden nehmen könnten (zum Beispiel Herzklappen, Herzschrittmacher, Aneurysma-Clips im Kopf, etc.). Daher ist es wichtig, für alle Implantate auch einen entsprechenden Implantat-Pass vorweisen zu können, auf dem genau Art des Implantats und das spezifische Produkt vermerkt sind. Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie (Positronen-Emissions-Tomografie (PET) Modernes computergestütztes bildgebendes Verfahren, mit dem Schnittbilder des Körpers auf der Basis der Messung von Stoffwechselvorgängen erstellt werden. Tumoren und/oder Metastasen weisen meist einen gegenüber gesundem Gewebe erhöhten Stoffwechsel auf und heben sich dadurch in dem tomographischen Bild vom gesunden Gewebe ab./CT): Bei der PET/CT handelt es sich um eine Ganzkörperuntersuchung bei der eine schwach radioaktive Substanz (Desoxyglucose) über eine Armvene injiziert wird. Diese Substanz wird dann wie Glukose von den Tumorzellen aufgenommen und im Tumorgewebe stärker angereichert als im gesunden Gewebe. Da die Pankreaskarzinome aber verschiedenste genetische Mutationen zeigen können, ist eine verstärkte Speicherung der radioaktiven Desoxyglucose nicht immer gegeben. Die PET/CT ist daher heutzutage keine Standardmethode zum Nachweis und Staging (Darstellung der Operabilität von Pankreaskarzinomen). Sie ist aber in Einzelfällen indiziert, wenn bei Patienten mit fortgeschrittenen, aber möglicherweise noch operierbaren Pankreaskarzinomen vor der Operation eine („neoadjuvante“) Chemotherapie Behandlung von Krankheiten oder Infektionen durch Medikamente. Umgangssprachlich ist meist die Behandlung von Krebs gemeint. Die Chemotherapie verwendet Stoffe, die möglichst gezielt bestimmte krankheitsverursachende Zellen schädigen, indem sie diese abtöten oder in ihrem Wachstum hemmen. durchgeführt wird mit dem Ziel, den Tumor vor einer Operation zum Schrumpfen zu bringen und die Vitalität der Tumorzellen zu zerstören. Hier kann die PET/CT eingesetzt werden, um den Erfolg der Chemotherapie zu beurteilen.
  • Gewebeprobe mittels Bildgebung: Meist ist die Durchführung einer Biopsie Gewebeprobe. Bei einer Biopsie wird zur Abklärung eines Tumorverdachts Gewebe entnommen, damit es unter dem Mikroskop feingeweblich untersucht werden kann. (Gewebeprobe) vor einer Operation nicht erforderlich, da bei klinischem Verdacht und eindeutigem CT- oder MRT-Befund unverzüglich operiert werden sollte. Allerdings ist manchmal in Zweifelsfällen oder zur Planung einer Chemotherapie eine Gewebeprobe erforderlich. Diese kann CT-gezielt mittels einer dünnen Nadel, welche durch die Bauchdecke in das Pankreaskarzinom eingestochen wird, durchgeführt werden. Eine weitere Methode ist die Endosonographie (EUS), welche von spezialisierten Internisten (Gastroenterologen) durchgeführt wird. Dabei wird ein dünner Schlauch (Endoskop), an dessen Ende sich ein kleiner Ultraschallkopf befindet, durch Mund, Speiseröhre und Magen bis in den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Mit Hilfe des Ultraschallkopfes kann der Tumor dargestellt werden, damit er mit einer feinen Hohlnadel zur Entnahme einer Gewebeprobe punktiert werden kann.
  • Laboruntersuchungen: Verschiedene Blutuntersuchungen geben Aufschluss über den Allgemeinzustand des Patienten sowie über die Funktion einzelner Organe wie Nieren, Leber, Herz oder Lunge. Dazu gehört z.B. eine Untersuchung der Nierenwerte Creatinin und/oder Harnstoff-N, der Leberwerte Gamma-GT, GOT, GPT und Bilirubin Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs, der in der Leber entsteht. oder der Pankreasenzyme Amylase und Lipase. Ebenfalls bestimmt werden das Blutbild, die Blutsenkungsgeschwindigkeit und der Blutzucker. Wesentliche Informationen über Funktion und Tätigkeit der Bauchspeicheldrüse liefert auch die Bestimmung sogenannter Tumormarker Körpereigene Substanzen, deren Auftreten oder erhöhte Konzentration im Blut mit einer Krebserkrankung assoziiert sein können. Eine Erhöhung der Tumormarker kann, muss aber nicht, auf ein Tumorwachstum hinweisen. Auch sind Tumormarker häufig erst ab einer bestimmten Tumorgröße im Blut nachweisbar. Normale Tumormarker schließen eine Wiedererkrankung also nicht aus. im Blut, allen voran des Tumormarkers CA 19-9. Da dieser Wert aber auch bei anderen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse erhöht sein kann, dient er nicht so sehr der Frühdiagnostik, sondern der Verlaufs- bzw. Therapiekontrolle eines histologisch gesicherten Pankreaskarzinoms. Für die Früherkennung bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Jahren vielleicht neue Tumormarker aus der molekularbiologischen bzw. aus der Genom- und Proteomforschung Ist eine elativ junge Forschungsrichtung, auch Proteomik genannt, die sich mit der Aufklärung von molekularen Eigenschaften, dreidimensionaler Struktur und biologischer Aktivität von Proteinen befasst. Untersuchungsgegenstand der Proteomik ist demgegenüber die Gesamtheit aller Proteine in einer biologischen Probe im Moment der Untersuchung und bei den dafür gültigen Bedingungen. ihren Eingang in die klinische Praxis finden werden.
  • Weitere Untersuchungen: In Absprache mit dem behandelnden Arzt können weitere Untersuchungen – insbesondere zur Abklärung einer bereits vorhandenen Ausbreitung auf andere Organe – erforderlich sein. Metastasen Tochtergeschwülste von Tumoren. Wenn eine Geschwulst entsteht, spricht man vom Primärtumor. Ist dieser Tumor bösartig, so kann er Metastasen bilden, das bedeutet: einzelne Krebszellen lösen sich vom Primärtumor und wandern durch die Blutbahn an andere Stellen im Körper, um sich dort anzusiedeln. treten beim Bauchspeicheldrüsenkrebs am häufigsten in der Leber, aber auch in der Lunge und im Bauchfell auf.

KLASSIFIKATION UND STADIENEINTEILUNG DES BAUCHSPEICHELDRÜSENKREBS

Pankreaskarzinome werden nicht nur bezüglich ihrer Lage in der Bauspeicheldrüse (Kopf, Körper, Schwanz) oder aufgrund ihres histologischen Aufbaus (z.B. Adenokarzinom Karzinom, das von den drüsenbildenden Teilen des Gewebes ausgeht.) unterschieden. Für die Therapieentscheidung wesentlich sind auch die Differenzierung der Tumorzellen (Grading Als Grading bezeichnet man in der Pathologie die Beurteilung des Differenzierungsgrads von Tumorgewebe, d.h. den Grad der Abweichung vom normalen (nicht entarteten) Gewebebild.) sowie die Größe und Ausbreitung des Tumors (Stadieneinteilung, Staging). Diese Informationen liegen erst nach Untersuchung von Gewebeproben oder entnommener Lymphknoten Lymphknoten sind an zahlreichen Stellen des Körpers (Lymphknotenstationen) Filter für das Gewebewasser (Lymphe) einer Körperregion. vor. Eine Differenzierung der Tumorzellen (Grading) erfolgt in vier Stufen (G), wobei die Einteilung G1 gut differenzierte, G2 mäßig differenzierte, G3 schlecht differenziert und G4 undifferenzierte Zellen beschreibt. Je weiter sich das Tumorgewebe vom ursprünglichen, gesunden Gewebe entartet hat, desto höher ist die Ziffer hinter dem Buchstaben G. Eine Beurteilung des Tumorstadiums (Staging) erfolgt auch beim Bauchspeicheldrüsenkrebs nach der internationalen TNM-Klassifikation Einteilung bösartiger Tumore nach ihrer Ausbreitung. Dabei bedeuten: T= Tumor, N= Lymphknoten, M= Fernmetastasen. Durch Zuordnung von Indexzahlen werden die einzelnen Ausbreitungsstadien mit dieser internationalen Klassifikation genau beschrieben..6 Hierbei stehen der Buchstabe T für Tumorgröße, N für Lymphknotenbefall und M für Metastasierung. Die Ziffer hinter den Buchstaben beschreibt Größe und Ausbreitung des Tumors (T1-4), ob regionale Lymphknoten befallen sind (N0-1) und ob Fernmetastasen (M0-1) vorliegen.

  • TNM-Klassifizierung
  • T = Tumor
  • T0 – Kein Anhaltspunkt für einen Primärtumor Zuerst entstandene Geschwulst, von der Metastasen (Absiedelungen) ausgehen können.
  • Tis – Carcinoma in situ (selten, Tumor begrenzt auf die obersten Zellen des Bauchspeicheldrüsengangs)
  • T1 – Tumor begrenzt auf die Bauchspeicheldrüse, max. 2 cm Durchmesser
  • T2 – Tumor begrenzt auf die Bauchspeicheldrüse, Durchmesser über 2 cm
  • T3 – Tumor breitet sich über das Pankreas in umgebendes Gewebe (zum Beispiel Zwölffingerdarm, großen Gallengang, Pfortader, etc.) aus
  • T4 – Tumor breitet sich in den Truncus coeliacus und/oder die Arteria mesenterica superior aus
  • N = Lymphknoten
  • N0 – Kein Befall der regionären (um das Pankreas befindlichen) Lymphknoten
  • N1 – Befall der regionären Lymphknoten
  • M = Metastasen
  • M0 – Keine Fernmetastasen
  • M1 – Fernmetastasen

Unter Berücksichtigung der oben genannten Kategorien können bei Bauchspeicheldrüsenkrebs folgende Stadien unterschieden werden:

  • Stadieneinteilung
  • Stadium IA – T1, N0, M0
  • Stadium IB – T2, N0, M0
  • Stadium IIA – T3, N0, M0
  • Stadium IIB – T1-3, N1, M0
  • Stadium III – T4, jedes N, M0
  • Stadium IV – Jedes T, jedes N, M1

Erfolgt die Stadien-Beurteilung durch einen Pathologe Fachrichtung der Medizin, die sich mit den krankhaften Vorgängen und Strukturen im Körper befasst. Ein Pathologe untersucht zum Beispiel das Tumorgewebe, das bei einer Operation entnommen wurde, um daraus Rückschlüsse auf Art und Umfang der Krebserkrankung zu ziehen. nach einer Operation (anhand des Operationspräparats), wird jeweils ein kleines „p“ im Befund vorangestellt (zum Beispiel pT1 bei einem kleinen, auf die Bauchspeicheldrüse begrenzten Tumor). Sollte in seltenen Fällen keine Beurteilung möglich sein, findet sich der Zusatz „X“ im Befund (zum Beispiel MX). Zusätzlich gibt es auch noch die sogenannte R-Klassifikation des Pathologen. Eine R0-Resektion Operative Entfernung kranker oder defekter Teile eines Organs. des Tumors bedeutet, dass nach der chirurgischen Entfernung kein restliches Tumorgewebe mehr feststellbar ist (auch keine mikroskopischen Tumorreste) und der Tumor somit „im Gesunden“ (mit einem umgebenden Rand gesunden Gewebes) entfernt wurde. Eine genaue Klassifikation und Stadieneinteilung sind wesentlich für die weitere Behandlungsstrategie und Therapieplanung. Auch die Prognose hängt wesentlich vom Stadium ab, in dem sich der Tumor befindet.7

Je früher der Tumor entdeckt wird, umso besser sind die Heilungschancen!

6Edge S, Byrd DR, Compton CC, Fritz AG, Greene FL, Trotti A (Eds) AJCC Cancer Staging Handbook. From the AJCC Cancer Staging Manual, Springer, New York, 2010 7American Cancer Society Website 2016: Pancreatic cancer survival by stage. http://www.cancer.org/cancer/pancreaticcancer/detailedguide/pancreatic-cancer-survival-rates, date of access 01.03.2016.