… Schmerzen

Da die Bauchspeicheldrüse in unmittelbarer Nähe zu anderen Organen und Nervenbahnen liegt, leiden Patienten im fortgeschrittenen Stadium leider häufig unter Schmerzen. Diese sogenannten „Tumorschmerzen“ sind zum einen Teil bedingt durch das Einwachsen des Tumor Geschwulst. Neubildung von körpereigenem Gewebe durch vermehrtes Zellwachstum, Tumore können gut- oder bösartig sein. Bösartige Tumore wachsen verdrängend in anderes Gewebe hinein, einzelne Zellen können sich aus dem Tumor lösen und über die Blutbahn oder die Lymphe in anderen Organen ansiedeln (Metastasen bilden). in umliegende Gewebe und Gefäße, in benachbarte Hohlorgane wie z.B. Magen, Dünn- oder Dickdarm sowie in den hinter der Bauchspeicheldrüse liegenden Nervenplexus. Zum anderen können sie aber auch infolge von Absiedelungen in andere Organe entstehen, wenn – wie z.B. bei einer Absiedelung in die Leber – Metastasen Tochtergeschwülste von Tumoren. Wenn eine Geschwulst entsteht, spricht man vom Primärtumor. Ist dieser Tumor bösartig, so kann er Metastasen bilden, das bedeutet: einzelne Krebszellen lösen sich vom Primärtumor und wandern durch die Blutbahn an andere Stellen im Körper, um sich dort anzusiedeln. die Kapsel dehnen, die die Leber umgibt.

Gerade im fortgeschrittenen Stadium kommt daher der Bekämpfung von Schmerzen und der Linderung belastender Symptome eine wichtige Bedeutung zu. Da Schmerzen objektiv schwer messbar sind, können nur Sie beschreiben, wo und wie stark Sie Schmerzen empfinden bzw. ob eine bestimmte Schmerzbehandlung wirkt. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Patient und einem in der Schmerzbehandlung erfahrenen Arzt/Palliativmedizin Medizin am Ende des Lebens. Im Mittelpunkt der Betreuung steht nicht mehr eine Lebensverlängerung, sondern eine Leidensminderung, seelische Betreuung und Fürsorge. Zur Palliativmedizin gehört auch die Sterbebegleitung. ist dabei die Basis einer erfolgreichen Schmerztherapie.

STUFENSCHEMA DER WELTGESUNDHEITSORGANISATION (WHO)

Die Behandlung von Tumorschmerzen richtet sich nach dem Stufenschema der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Schmerzen je nach Intensität, Qualität und Lokalisation in drei „Schmerzstufen“ unterteilt. Dabei werden Schmerzen nach ihrer Stärke behandelt und die Behandlung bei Bedarf auf die nächsthöhere Stufe umgestellt. Eine mögliche Angst vor einer Medikamentenabhängigkeit ist heutzutage unbegründet, da meist Präparate mit Langzeitwirkung eingesetzt werden.

– Stufe 1: Bei mäßigen Schmerzen werden zunächst Schmerzmedikamente (Analgetika) eingesetzt, die kein Opium enthalten (z.B. Acetylsalizylsäure, Paracetamol oder Metamizol). – Stufe 2: Mit zunehmender Schmerzintensität werden Medikamente aus Stufe 1 mit schwachen opiumhaltigen Analgetika kombiniert (z.B. Tramadol, Codein oder Tilidin). – Stufe 3: Bei starken Schmerzen werden Medikamente aus Stufe 1 mit starken opiumhaltigen Analgetika kombiniert (z.B. Mophin oder Bupremorphin).

In enger Absprache zwischen Patient und Arzt wird die Schmerzbehandlung an die individuellen Bedürfnisse angepasst. Eine regelmäßige Einnahme in festen zeitlichen Abständen verhindert dabei, dass der schmerzstillende Effekt der vorangegangenen Gabe aufgebraucht ist und lässt das Schmerzerlebnis weitestgehend vergessen (Prinzip der Antizipation Vorwegnahme bzw. Erwartung eines zukünftigen Verhaltens und Erlebens.).