Auch nach zunächst abgeschlossener Therapie werden Patienten weiterhin durch den behandelnden Arzt betreut. Diese sogenannte „Nachsorge“ besteht aus regelmäßigen Folgeuntersuchungen, deren Häufigkeit, Art und Umfang auf die individuelle Situation des Patienten sowie den Krankheitsverlauf abgestimmt werden. Neben einer Verlaufskontrolle und einer Früherkennung eines Wiederauftretens des Tumor Geschwulst. Neubildung von körpereigenem Gewebe durch vermehrtes Zellwachstum, Tumore können gut- oder bösartig sein. Bösartige Tumore wachsen verdrängend in anderes Gewebe hinein, einzelne Zellen können sich aus dem Tumor lösen und über die Blutbahn oder die Lymphe in anderen Organen ansiedeln (Metastasen bilden). (Rezidiv Rückfall. Wiederauftreten einer Krebserkrankung nach einer krankheitsfreien oder symptomfreien Periode. Das Rezidiv kann auf den ursprünglichen Entstehungsort beschränkt sein (Lokalrezidiv), die benachbarten Lymphknoten erfassen oder an einer vom Entstehungsort entfernten Körperstelle auftreten (Fernrezidiv = Metastase).) dienen diese regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen auch zur Erkennung und Behandlung von Begleit- und Folgeerkrankungen.
Kontrolluntersuchungen
In der Regel erfolgen in den ersten 2 Jahren nach Therapie eine körperliche Untersuchung und eine Blutabnahme inklusive einer Bestimmung des Tumormarker Körpereigene Substanzen, deren Auftreten oder erhöhte Konzentration im Blut mit einer Krebserkrankung assoziiert sein können. Eine Erhöhung der Tumormarker kann, muss aber nicht, auf ein Tumorwachstum hinweisen. Auch sind Tumormarker häufig erst ab einer bestimmten Tumorgröße im Blut nachweisbar. Normale Tumormarker schließen eine Wiedererkrankung also nicht aus. CA19-9 im Intervall von 3 – 6 Monaten. Bei Bedarf können auch ergänzende Untersuchungen wie z.B. Ultraschall, Computertomographie (CT) Bei der Computertomographie wird der Körper schichtweise geröntgt. Die Aufnahmen werden durch einen Computer gesteuert und errechnet. Anschließend können die Schichtbilder so zusammengesetzt werden, dass sich ein dreidimensionales Bild des Körpers erstellen lässt. oder Magnetresonanztomographie (MRT) Die Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das zur Diagnostik eingesetzt wird. Von außen können, ähnlich wie bei der Computertomographie (CT), Struktur und Funktion der inneren Gewebe und Organe dar- gestellt werden. Allerdings beruht dieses Verfahren, anders als Röntgen oder Computertomographie, nicht auf Radioaktivität, sondern auf starken elektromagnetischen Feldern. Die Patientin oder der Patient wird dazu in eine „Röhre“ geschoben. Die MRT ist nicht schmerzhaft, aber laut. durchgeführt werden.
Wiedereinstieg ins Leben
Unter dem Begriff „Rehabilitation Wiederbefähigung. Unter Rehabilitation werden alle medizinischen, psychotherapeutischen, sozialen und beruflichen Maßnahmen zusammengefasst, die eine Wiedereingliederung eines Kranken in Familie, Gesellschaft und Berufsleben zum Ziel haben. Diese Maßnahmen sollen es den Patienten ermöglichen, besser mit krankheitsbedingten Problemen fertig zu werden.“ werden alle medizinischen, psychosozialen und beruflichen Maßnahmen zusammengefasst, die dem Betroffenen einen Wiedereinstieg in Familie, Gesellschaft und Berufsleben erleichtern sollen. Ziel der Rehabilitation ist es, die Auswirkungen von Krankheit und Behandlung mit entsprechender Unterstützung zu bewältigen und die körperliche Leistungsfähigkeit soweit wie möglich wiederherzustellen. Rehabilitationsmaßnahmen können individuell sehr unterschiedlich sein und beispielsweise eine umfassende Ernährungsberatung, Krankengymnastik und Entspannungsübungen oder psychoonkologische Beratung umfassen.
Nehmen Sie Ihre Nachsorgeuntersuchungen wahr – diese sind ein wichtiges Kontroll- und Frühwarnsystem.
Auf der Seite der Österreichischen Krebshilfe finden Sie die Adressen von Rehabilitationszentren, die auf die Behandlung von Patienten nach einer Krebserkrankung spezialisiert sind.
